Sudden (14.05.2015)

Mit seinem neuem Album „Superkräfte“ hat Sudden auch die dazugehörige Tour angekündigt. Da mich die erste Single vom Album, Dörte Müller, ziemlich geflasht hat, habe ich von meiner Herzensdame eine Karte für den Tourstopp in Nürnberg bekommen.

Also ging es am Feiertag (glücklicherweise) mit dem Auto ins Hirsch. Ich habe die Location schon im Bericht zu Vega kritisiert, hier fiel mir das übersteuern der Boxen aber nicht so auf. Mit meinen 28 Jahren hob ich den Altersdurchschnitt ziemlich an. Manche Besucher mussten noch von einem Elternteil begleitet werden, andere kamen in großen Gruppen und ein Pärchen, welches ich ziemlich gefeiert habe, erschien in Pikachu-Anzügen. Nach ner kalten Pizza und ner kleinen Cola konnte endlich das Konzert beginnen.

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Als Eröffnungsact durfte ich Joshimizu bewundern. War mir unbekannt, auch viele aus der Crowd wussten wohl nichts mit ihm anzufangen. Durch seine sympathische Art, seine Lockerheit und seinem Trinkverhalten konnte er allerdings sehr überzeugen. Er spielte ein Best-Of seiner 2 Alben (ZU!Gabe und MDMA). Sind paar gute Lieder dabei gewesen, auf Spotify habe ich mich gleich in Drink in mein Glass verhört. Lief danach noch einige Tage rauf und runter.

Nach ner guten Halben Stunde, in der er neben seinen Tracks auch noch ein paar Gläser Wodka getrunken hat, ging es wieder unangekündigt in eine Pause. Also erstmal den Nikotinhaushalt aufbauen.

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Dann ging es mit dem Hauptact los. Sudden und sein Backup-Rapper (Name entfallen) kamen mit Masken auf die Bühne und starteten gleich durch. Das hob die Stimmung in der Halle, mir kams so vor als würde jeder außer mir (und den Elternteilen) jedes Wort mitrappen können. Nicht nur zu alt, sondern auch nicht textsicher. Nachdem Sudden sich dann vorstelle, uns ne Geschichte erzählte warum sein Backup-Rapper mit einem Stofffetzen statt ner richtigen Maske auftrat und uns auf die Piñata aufmerksam machte, spielte er fast sein komplette Superkräfte Album und auch einige Lieder von „Romantisches Arschloch„.

Die größte Freude macht er mir als er auf den Nintendo 64 auf der Bühne verwies. Er hatte dazu Mario Kart 64 dabei. Es durften auch 2 Leute aus der Menge eine Runde zocken, der Gewinner erhielt ne signierte „Romantisches Arschloch“ CD. Richtig nette Geste. Auch die Piñata wurde irgendwann zerschlagen, die Masken wurden abgenommen und von „Dörte Müller“ über „Super Sudden“ und „Euer Vater war ein Star“ zu „Ich liebe deine Mama“ wurde jedes mir bekannte Lied gespielt. Die Menge fing zwischendurch zu Pogen an, es wurde mit Joshimizu Wodka getrunken und es folgen Capri Sonnen von der Bühne.

Alles in allem ein ziemlich gutes Konzert, die Show an sich gefiel mir besser als die von Vega 2 Monate zuvor, allerdings kann ich mit der Musik von Vega bzw. dem gesamten Freunde von Niemand Camp mehr anfangen. Dennoch habe ich es nicht bereut das Konzert zu besuchen. Daumen hoch!



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