Ikkimel – Poppstar

Ikkimel ist für die Gesellschaft enorm wichtig. Sie zeigt Haltung, sie versucht die Strukturen zu zerbrechen und sie erreicht eine Zielgruppe, die es absolut nötig hat repräsentiert zu werden.

Auf 2000er Techno Beats wird sehr dreckig gerappt. Kein Lied ist länger als 3 Minuten, über keinen Text wohl mehr als 5 Min nachgedacht. Das ist roh, wild und wichtig. Wer sich darüber empört, hat einen Stock im Arsch.

So wichtig Ikkimel auch aktuell ist, für mich ist das Album nichts. Ich bin aber auch nicht die Zielgruppe. 5/10

Tony Yayo – The 4:20 Tape

2026 und wir bekommen ein neues Tony Yayo Tape zu hören. Verrückte Zeiten.

Und es überrascht. Tony liefert hier ein solides 30 Minuten Tape, auf dem man jetzt nicht die größten Rapkünste erwartet darf, aber dennoch gut unterhalten wird.

Ich kann völlig ohne Erwartungen rein und ging positiv wieder raus. GGG-Unit. 7/10

Drake – Habibti

Das kürzeste Album der Trilogie und sorry, das mit Abstand schlechteste. Halbfertige Lieder, die sonst wohl im Papierkorb gelandet wären.

Dieses Album verdeutlicht, das Drake nur 3 Alben gedroppt hat, um seinen Labeldeal zu erfüllen. 1/10

Drake – Maid of Honour

Das zweite Album aus der Trilogie, die Drake am 15.05.2026 veröffentlicht hat. Hier setzt er voll auf das, was er wohl am Besten kann: Musik für den Club.

Es ist auch das beste Album aus der Trilogie.

Drake kommt hier mit einer Leichtigkeit rüber, die man auf Iceman enorm vermisst. Während man dort den Zwang raus hört, ein perfektes Album rauszubringen um seine Karriere wieder nach oben zu pushen, bekommt man hier einen Drake der mit seiner Stimme über die Beats gleitet.

Es ist am Ende kein Klassiker und kein Album das man mehrmals hören muss. 5/10

Drake – Iceman

Wie kommt jemand zurück, der zwei Jahre zuvor den größten Rap-Beef der Neuzeit verloren hat? Auf desem Grab vor einem Millionenpublikum im Rahmen des SuperBowls getanzt wurde?

Drake entschied sich für einen ewig langen und langweiligen Rollout. Und neben Iceman droppt er zwei weitere Alben, vermutlich um seinen Labeldeal zu erfüllen.

Man hätte hier den Beef hinter sich lassen und sich auf das fokussieren können, was ihn einst zum Superstar wachsen ließ. Diese Chance hat Drake ganz klar nicht genutzt.

Auf Iceman bekommt man einen verbitterten Rapper zu hören, dessen Zeit vorbei ist. Der die Spuren der Niederlage nicht wegwischen kann.

Während Drake früher vor allem aufgrund starker Beatauswahl viele Hits lieferte, bekommt man auf Iceman wirklich nur Standardkost serviert. Mit energielosen Raps und Texten, die so belanglos sind.

Es interessiert 2026 keinen mehr wie seine Beziehung zu LeBron James ist. Seine subtilen Schüsse Richtung Kendrick lassen zwar die Analysten auf TikTok Klicks generieren, zum Hören wird man dadurch nicht bewegt.

Drake verpasst hier wirklich die Chance, seiner Karriere einen positiven neuen Schub zu geben. 3/10

OG Keemo – Berseker+ EP

Wenn Keemo einen Countdown droppt, hält Deutschland den Atem an. Wilde Spekulationen was es sein wird, wurde am Ende eine fünf Songs starke EP gedroppt.

Und wie gedroppt wurde. Mit Funkvater Frank an den Beats liefert Keemo hier wirklich eine Meisterleistung ab. Scharfe Beate, tiefe Lyrics, unverkennbare Stimme.

Der einzige Makel sind die 12 Minuten Spieldauer. Die Welt braucht mehr Keemo. 10/10

YNG Martyr – Chalant

Über den Blog von Chad Kiser bin ich auf diesen Album aufmerksam geworden. YNG ist ein australischer Rapper (First for me), der wohl zu den besten im Lande zählt.

Das Album startet definitiv sehr fresh, es folgt keiner festen Struktur. YNG experimentiert sehr viel, es ist glaube ich auch das erste Mal das ich „Since U Been Gone“ von Kelly Clarkson als Sample gehört habe. Ich kam aus dem Kopfnicken nicht mehr raus.

Hört euch das Ding an, erweitert euren Horizont. Ich fands sehr stark. 9/10

Jeyz – Pionier EP

2026 hatte ich Jeyz nicht mehr auf dem Zettel. 4 Tracks, 11 Minuten.

Ich weiß nicht ob es an mir liegt (über die Jahre weiterentwickelt) oder an Jeyz (eben nicht), mich holt die EP nicht ab. Da gibt zig bessere Sachen die 2026 releast werden, da kann man 11 Minuten anders investieren.

Am Ende zwar handwerklich in Ordnung, aber nichts für mich. 4/10

Tha Dee – Come Up

Als Teil des Duos 2nd II None und aus dem Umfeld von DJ Quik war mir Tha Dee bekannt. Umso überraschter bin ich natürlich, das er 2026 sein Debütalbum veröffentlicht.

Auf 38 Minuten bekommt man Westcoast-typische Beats mit, leider, den üblichen nichtssagenden Lyrics wie es in den 90ern gang und gebe war. Ich würde nicht sagen das dieses Album Zweitverschwendung ist, aber es gibt halt keinen Grund es zu hören. Wegen der Beats bin ich bei 4/10.

Roey Marquis II – DAO

Wenn RMII einlädt, dann kommen alle. Ich habe nicht mitbekommen, das er sich 2024 wieder ein MPC angeschafft hat und neue Projekte veröffentlicht hat. Umso gespannter bin ich natürlich auf seinen letzten Release.

Wenn du Curse, Italo Reno, Germany und LAAS auf der Kurzwahltaste haste, braucht man sich um die Reime wenig sorgen machen. Auch einige mir nicht bekannte Acts bekommen ihre Zeit, wobei auffallend keiner wirklich abfällt.

Am schönsten ist natürlich in 2026 mal wieder etwas von TONE zu hören. Am Ende ist es ein wunderbares Crew Album, das zwar keine Bäume ausreißt, aber trotzdem für eine schöne Zeit sorgt. 7/10