Doku: VHS – Eine Kassette revolutioniert die Welt

Eine ganze Generation, die mit Videokassetten groß geworden ist, schwelgt heute in VHS-Nostalgie. Doch nur wenigen ist bewusst, welche enormen gesellschaftlichen und politischen Folgen die Einführung dieser Technologie hatte. Von den 1970er bis zu den 1990er Jahren erzählt die Dokumentation die Geschichte des ersten wahrhaft demokratischen audiovisuellen Mediums.

Ich habe VHS geliebt. Früher hatte ich eine große Sammlung an Wrestlingkassetten, meistens für teuer Geld bei sogenannten „TapeTradern“ gekauft, welche ihr „Original“ einfach kopierten und so eine zusätzliche Einnahmequelle hatten. Auch Filme wie „Scream“, „Blade“ oder „Eiskalte Engel“ liefen mehrmals über das Abspielgerät in meinem Jugendzimmer.

Arte arbeitet hier die gesellschaftliche Wichtigkeit der VHS auf. Mir war der geschichtliche Aspekt, das sich viele damit ein Stück Freiheit ins heimische Wohnzimmer holten, gar nicht bewusst.

[Via: Fernsehersatz]

Podcastempfehlung: Football was my first love

Über einen Artikel von Faszination-Fankurve bin ich auf den Podcast Football was my first love gestoßen. „Ein Podcast über Fußballkultur, Fanszenen, Groundhopping, Fan-Anekdoten. Und Borussia Dortmund.„, so beschreibt sich der Podcast selbst und ja, der BVB ist wirklich der rote Faden.

Nach dem Hören der Ausgabe über die Dortmunder Hooligan-Szene war ich angefixt, hab den Podcast abonniert und auch die alten Folgen nachgehört. Der Podcast ist für alle die sich für Fanszenen und sonstige Themen rund um den Fußball interessieren. Die Ausgaben sind zumeist kurzweilig, immer mit interessanten Gästen garniert.

Ich kann euch folgende Ausgaben ans Herz legen:

Apolice feat. Calvin Sober – Risiko

Über den Artikel „Neues Rap-Video: In „Risiko“ spielt Nürnberg die Hauptrolle„, erschienen am 22.07.2018 auf nordbayern.de, bin ich auf dieses Video gestoßen.

Auch wenn Raf Camora & Bonez MC mit Palmen aus Plastik (CD*, Spotify) das AfroTrap-Dancehall-Rap-Game zerstört haben, liefern Apolice (Produzent) und Calvin Sober (Rapper) hier einen seichten Sommertrack. Der Text ist sehr einfach, zweckmäßig, aber an einem Sommerabend am Wöhrder See wird keiner auf den Text hören. Der Beat ist gelungen, sauber produziert, Apolice scheint sein Handwerk zu verstehen.

Das Highlight dieses Videos ist ganz klar die Kulisse. Im wunderschönen Nürnberg gedreht, bekommen wir hier starke Aufnahme der Lebkuchenstadt. Egal ob der Fernsehturm in der Dämmerung, die angedeutete Skyline auf dem Dach oder der bereits erwähnte Wöhrder See.

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YaBasta! 48

Die vermutlich letzte Ausgabe. Ein Schock. Die Messlatte der Kurvenmagazine hört auf und ob ein Nachfolger kommt ist ungewiss. Die Gründe für das Ende sind nachvollziehbar, soviel Liebe wie in den einzelnen Heften steckt ist einfach sehr zeitaufwendig.

In Ausgabe 48 gibt es altbewährtes, der Saisonrückblick (1:1 der Bericht aus dem BFU Saisonrückblick) und die Spielberichte (komplette Saison 2016/2017) sind wieder auf unfassbar hohem Niveau. Außer dem Vorwort gibt es keinen Verweis auf das Ende, das wurde wohl während der Produktionsphase entschieden.

Daneben gibt es natürlich Freundschaftsberichte, Lesestoff und die Jugend der Nordkurve meldet sich zu Wort. Extrem starkes Heft.

Farewell YaBasta!

Leone Verde 20

Das Leone Verde kommt wieder im farbigen A5 Stil. Nach einem Rückblick auf ein Jahr Weststadion geht es gleich in die Frühjahrssaison 2017. Leider nicht einzeln nach Spielen gegliedert, sondern als Textblock. Find ich persönlich unübersichtlich und schwerer zu Lesen.

Einem interessanten Interview mit der SAF folgen die üblichen Block West Geschichten wie Jubiläumsfeiern oder Rechtshilfe Rapid. Die Green Lions waren in Athen zu Besuch und liefern einen lesenswerten Bericht, inkl. Übersicht über die verschiedenen Sektionen von Panathinaikos.

Auch die Freundschaft zum EHC Kloten kommt nicht zu kurz, hier liefern die Schweizer einen Saisonrückblick und die Löwen erzählen auch aus ihrer Sicht den Stand der Dinge. Ein Nostalgiebericht (Juve away 2005) schließt das Heft ab.

Gutes und unterhaltsames Heft.

Blickfang Ultra – Saisonrückblick 2016/2017


Ein dicker Wälzer. 33 Szenen, von groß wie Ultras Gelsenkirchen zu klein wie Szene E Reutlingen sind wieder einige namhafte Ultragruppen dabei.

Großes Lob muss hier die Blickfang Ultra Redaktion bekommen, die sich wieder Mühe gab dieses Projekt umzusetzen. Mirco erzählt im Vorwort kurz von den Schwierigkeiten, dieses Vorhaben zu stemmen und lässt die Zukunft wie üblich offen. Hoffen wir das noch weitere Ausgaben kommen.

Die Saisonrückblicke der Gruppen sind durchweg auf hohem Niveau, natürlich gibt es einige Ausfälle die mir gar nicht gefielen (Trier…). Unterlegt mit vielen Bildern bekommt man so einen groben Überblick über die Szenen.

Auch wenn das „Heft“ sehr zeitintensiv ist, hat es mir wieder Spaß gemacht.

Unterwegs 16

Mit einigen interessanten Spielberichten (Atalanta-Dortmund Testspiel, Magdeburg-Augsburg und Hansa-Hertha) startet das Heft auf hohem Niveau. Dazu gibt es ein Interview mit einem Schweizer, der in der Curva Nord von Atalanta aktiv ist. Sehr interessant.

Den Großteil des Heftes nimmt die 2. Folge des Italien Lexikon ein. Hier wird die Region Puglia besprochen. Mit einem detailverliebten Überblick über jede relevante Szene kann Josef einiges auffahren. Dazu gibt es Interviews mit den Ultras Tricase 1992 und den Bad Boys Monopoli 1987.

Extrem starkes Heft, grade für jeden mit einer Italien Affinität.

Tornados Spezial 39

Das Tornados Spezial erinnert von der Aufmachung an die YaBasta!. Neben Rückblicken auf Spiele (hier Herbst 2016) gibt es immer mindestens ein heraus gearbeitetes Thema, hier kann das TS gleich mit 2 Themen punkten.

Beim Thema „Behm bei Rapid“ geht es um tschechische Legionäre, die das grün-weiße Trikot trugen. Nach Szenetheme (20 Jahe Tornados Rapid etc.) folgt eine Zusammenfassung des Rapid-Wappen im Wandel der Zeit.

Es folgen die Freundschaftsberichte, wo besonders Interessant die Vorstellung der neuen Freundschaft zu den Boys Parma ist. Es folgen mehrere Seiten Spielberichte, hier kann man kritisieren das sie Liga und Europacup trennen, find ich ein wenig unglücklich.

Alles in allem in das Tornados Spezial 39 eine unterhaltsame und kurzweilige Ausgabe. Man muss aber einen Faible für den Block West und Rapid haben.