Archiv (Seite 4 von 4)

Above the Law – Pomona Love

Ich weiß gar nicht was mich dazu verleitet hat dieses Album zu hören. Livin like Hustlers hatte damals, in meiner absoluten G-Funk Era, seine Rotation. Danach habe ich aber gar nichts mehr mitbekommen.

Das Album versucht den typischen WestCoast Sound zu erzeugen, das gelingt aber leider nicht. Auch die Raps holen mich nicht ab.

Gehört und vergessen. Es ist nicht ganz schlecht, es ist allerdings auch nicht gut. Ich werde es nicht noch einmal hören. 5 von 10 Punkten.

Kodak Black – Trill Bill

Manchmal stöbere ich die Releaseliste im World Wide Web durch und mache mir Notizen, wo ein mal reinhören möchte. Die Liste ist meistens länger als meine „Freizeit“, aber manchmal findet man Zeit die man sonst anders verplant hätte.

Für Trill Bill befand ich mich auf den Weg nach Nordrhein-Westfalen, allerdings hatte mein Zug Verspätung. Mit 32 Minuten ist das Album ja nicht sonderlich lang und passte perfekt als Wartemusik.

Hätte ich die Zeit mal lieber anders genutzt. Kodak Black hatte ja mal einen Hype, den auch ich mitbekommen habe. Hier passte aber nichts. Die Beats sind nicht gut, abgemischt ist es auch schlecht. Dazu merkt man den Drogeneinfluss, unter dem Kodak steht.

Es gab 1-2 Lines die mich schmunzeln ließen, deswegen bekommt es auch 1 von 10 Punkten. Lasst es.

Ice Cube – Man Down

Ice Cube hat mich in meiner musikalischen Laufbahn enorm geprägt. Sei es mit N.W.A. und dem Lied, das die Polizei als Feind manifestiert hat. Oder dem All-Time Classic Today was a good Day, über seine Teilnahme an der legendären Up in Smoke-Tour, deren VHS und später DVD mehrmals über meinen Bildschirm flimmerten.

Auch das Debütalbum der Westside Connection lief auf Heavy Rotation. Seine Friday Filmreihe ist legendär. Irgendwie logisch das mich ein neuer Album Release nicht kalt lässt. Grade, da die Leadsingle Its my Ego doch richtig stark war.

Und am Ende war ich enttäuscht. Es ist kein schlechtes Album, aber es ist halt kein Ice Cube Album, so wie ich es mir wünsche. Der Mann, der grade aggressiv und sauer glänzt, versucht hier auf poppigen Westcoast-Beats für gute Laune zu sorgen.

Dann geht für 1-2 Tracks schon klar, aber nicht auf einem Album mit einer Länge von 60 Minuten. Da gibt es 2024 bessere Rapper und bessere Alben. Einmal Durchhören reicht völlig. 6 von 10 Punkten.

Kendrick Lamar – GNX

Nachdem uns K-Dot bereits seit März 2024 und dem Release seines Überraschungsauftritt auf „Like That“ von Metro Boomin über den anschließenden Beef mit Drake mit dem wohl besten Diss-Track seit „Hit em up“ in einem Chokehold hält, wird dieser Griff gegen Jahresende nochmal enger gezogen.

Das an einem winterlichen Freitagabend plötzlich ein neues Kendrick Album rauskommt, hatten sicherlich die wenigsten auf ihrer Bingo-Karte. So reicht ein kurzer Teaser auf YouTube (der überhaupt nicht auf dem Album zu finden ist) und ein Instagram Post um die Welt durch drehen zu lassen.

12 Tracks, 44 Minuten, keine Skips. Das erinnert stark an Illmatic. Einzelne Lieder herauszunehmen fällt schwer, da das Album ein Gesamtkunstwerk ist.

3 Lieder möchte ich aber exemplarisch herausstellen:

  • man at the garden“, das mir starke Nas‘ „One Mic“ Vibes bereitet.
  • reincarnated“, auf dem K den frisierten „Made N*****“-Beat von ‚Pac zerstört
  • heart pt. 6“, auf dem Dot seine Serie fortsetzt und den versuchten Disstrack von Drake negiert.

Kopfhörer auf, GNX anmachen. Das wird der Vibe für die nächsten Wochen und Monate. Das Album kann nichts anderes als 10 von 10 bekommen.